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Elefanten in der Ferne creacion



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Wir backen creacion



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Ich habe alle meine Fotos auf DVD gebrannt, und bei meinem Vater vergessen.



Dann kam der Bus, und holte uns alle ab. creacion

Nein, ich war nicht dabei, wir fuhren erst am Abend des 14ten August wieder nach Moskau zurueck, weil Masha glaubte, am 13ten soll man nicht reisen. War auch ganz angenehm, denn wir schliefen im Schaffner-Abteil, fuer 1000 Rubel bar auf die Hand, und nicht in den vollen und ueberhitzten 6er-Abteilen ohne Tueren, von denen die Matrix-Schoepfer sich vielleicht inspirieren liessen, mit dem Eisenstaub- und Schweissgeruch in der Luft, und raushaengenden Fuessen im Gang. So liessen sich die 5 Stunden Verspaetung durchaus verkraften. Eine nicht ganz unglaubwuerdige Quelle berichtet uebrigens, dass es gar kein Anschlag war, denn der Zug war schon alt, Probleme gab es mit ihm schon frueher, und dass die Strecke an sich vor kurzem ueberprueft wurde, und die Geschwindigkeitsbegrenzung von 180 auf 140 km/h heruntergesetzt wurde. Der Zug fuhr aber 185 km/h, vielleicht um die Verspaetung von 20 Minuten aufzuholen...
Der 13te war aber trotzdem ein spannender Tag. In Russland gibt es keine Anschnallpflicht, und grosse Taxis - Vans fuer 13 Leute und einen Fahrer, der auch das Geld fuer die Fahrt ueberreicht wird. Sie fahren schnell, denn mit jeder Fahrt machen sie Gewinn, und besonders sicher sind diese Konservendosen nicht, aber bequem, denn sie halten wo immer man will, und nehmen dich von ueberall mit. Es war schon Nacht, und wir fuhren nach Koltushi, wo der Physiologe Pavlov seine Reiz-Reaktion-Untersuchungen gemacht hat. Der grosse Affenkaefig ist noch da, mit vier Schimpansen, und die Hunde sind auch noch im Einsatz. Mitte der 20er Jahre bauten sie noch eine kleine Siedlung hin, fuer die Professorenfamilien, die Hauser stehen noch, und in so einem Haus wohnt mein Vater.
Wir waren froh, in so einem Taxi zu sitzen, einen Tag davor fuhren wir mit dem letzten Bus, und fuehlten uns nicht so wohl zwischen Ex-Haeftlingen, betrunkenen Matrosen mit einer Hure, und vier Halbwuechsigen aus reichen Familien, die zur Datscha fuhren. Hier dagegen waren die Menschen freundlicher, ein huebsches Maedchen, das staendig von seinem Vater angerufen wurde, und dem Masha eine Iris schenkte, oder auch ein Professor, der ziemlich bald ausstieg, und allen Glueck wuenschte. An der naechsten Haltestelle besetzte ein betrunkener junger Mann seine Stelle, der uns gar nicht gefiel, und noch etwas spaeter fing es an, merklich nach Benzin zu riechen. Wir hielten an, um einen Menschen rauszulassen, und keine 50 Meter weiter ging der Motor aus. Der Fahrer meinte, wir koennen sitzen bleiben oder rausgehen, wie wir wollen, und ging mit dem Beifahrer die dunkle lichterlose Strasse entlang weiter, irgendwas aus einem kleinen Plastikkanister ausschuettend. Der betrunkene Junge stieg aus, ging einmal um den Minibus herum, klatschte seine Hand auf das hintere Fenster, ging wieder rein, und fragte nach Feuer. Wir fuehlten uns unwohl, und gingen raus aus dem Fahrzeug. Auch das huebsche Maedchen nahmen wir mit. Auf dem Fahrersitz bemerkte ich eine schwarze Kugel ich nahm sie in die Hand, sie war warm und mit seltsamen Schriftzeichen bedeckt. Es roch nach Moor und Benzin, ich machte ein Paar Schritte zur Seite, um Mascha die Kugel zu zeigen. Der Bus brannte. Wir gingen zurueck zur Haltestelle, und fuer einen Moment fuehlte ich, wie weiches frisches Gras mein Gesicht streichelt. Die Kugel war verschwunden.
Dann kam der Bus, und holte uns alle ab.