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Leise schmelzen die Axone

Neben Eti, Faty und Katy sitzend, schauen alle vier interessiert in die gleiche Richtung. Erschrocken grüßen sie zurück und ein Schwenk verrät wer ihnen gewunken hat: Maurice, 22Jahre alt, Métisse, Dreadlocks, steht neben einem Pickup voll beladen mit Möbeln und Soldaten. Die Soldaten haben seit Stunden nichs getrunken, und machen Zischlaute. Ihre Hände bitten um Wasser, doch Maurice, dessen Sonnenbrille die Augen verdeckt schlägt mit einem Alpenstock auf ihre Hände und ruft “bonjour toujour”. Plötzlich kommt Rambo ins Zimmer. Mit seiner Linken drückt er ein ein Buch von Berthold Brecht an die Brust. Diese ist nass vor Schweiss, denn Rambo ist schon 60, und das Treppenhochlaufen bringt ihn aus der Puste. Im Klassenzimmer wartet Frau Voigt auf ihn. Ety, Fatty und Katze drücken gleichmäßig verteilt die Schulbank. “Guten Abend, Herr Ambo”, sagen sie. Wie immer plötzlich hört man indische Musik. Bertold Brecht duckt sich, als seine Gans über ihn hinwegfliegt. Das Meer ist ruhig, nur die Grillen pfeifen ein lieses Lied. “I am Barack Opama, yo next president” sagt diese Pfeife von Brecht. Man sieht Barack, Hillary und Messerschmitt in einem Café an der Mittelmeerküste sitzen. Messerschmitt ist mit seinen Brötchen beschäftigt, während Barack sanft aber sicher in die Hillarys Hand beißt. Hillary lacht, ruft den Kellner und bestellt Wasser. Plötzlich. Später würden sie sagen, sie habe den Krieg angefangen. Wann, wenn nicht jetzt, wo, wenn nicht da, wo wir nicht sind. Darauf haben wir keinen Einfluss, und das ist gut so. Und andere Wahlversprechen. Weniger ist mehr, sagt Messerschmitt, und amputiert dir einen Arm. Oder macht Kosovo unabhängig. CNN ist so unabhängig wie ein Moskito in Bernstein. Ein Redeschwall bricht herein. Es ist Redeschwallzeit. Die Menschen verziehen sich in ihre Hütten, und hören zu, wie der Redeschwall draußen tobt, stürmt oder leise tröpfelt. Dein Hund ist locker.